Welche Lebenserwartung haben Dackel?

Dackel gehören mit ihrem geringen Gewicht zu den kleineren Hunderassen und damit auch zu den glücklichen, denen ein langes Hundeleben bevorsteht. Als Hundehalter kannst du mit deinem Vierbeiner viele glückliche Jahre verbringen. Im Schnitt werden die Jagdhunde zwischen 12 und 16 Jahre alt. Um deinem Hund die größtmögliche Lebensspanne und ein gesundes Leben zu gewährleisten, gibt es einige Tipps, die du beherzigen kannst.

Kleine Hunde werden älter

Die meisten großen Hunde haben eine kürzere Lebenserwartung als kleine Rassen. Kleine Hunde sind früh geschlechtsreif und gelten flotter als erwachsen. Zwar haben große Rassen ihre finale Größe bereits ähnlich früh erreicht – sie sind „ausgewachsen“ – die Geschlechtsreife folgt jedoch erst später. Bei ihnen macht sich das schnelle körperliche Wachstum bemerkbar und wirkt sich insbesondere auf die Gelenke und den Bewegungsapparat aus. Dadurch neigen große Rassen auch dazu, in diesem Bereich schneller gesundheitliche Probleme zu bekommen.

Lebenserwartung beeinflussen

Vor einigen Jahren ist die damals älteste Dackeldame im Alter von 21 Jahren gestorben. Hier sieht man: Das Alter eines Hundes ist nicht in Stein gemeißelt und die angegebenen Zahlen nur Richtwerte. Als Hundehalter hast du immer die Möglichkeit, die Lebenserwartung deines Hundes positiv – und leider auch negativ – zu beeinflussen. Gute Gene ersetzt das zwar nicht, allerdings kannst du einiges tun, um dafür zu sorgen, dass dein Dackel lange gesund und munter bleibt.

Welpe aus guter Zucht

Bereits bei der Anschaffung deines neuen Familienmitglieds kannst du Einfluss darauf nehmen, wie alt dein Dackel schlussendlich wird. Natürlich ist eine gute Zucht kein Garant dafür, dass dein Dackel uralt wird, kann aber entscheidend dazu beitragen. Informiere dich über gute Züchter und scheue dich im Zweifel nicht, für deinen zukünftigen Begleiter auch eine längere Wegstrecke auf dich zu nehmen. Seriöse Züchter achten darauf, Erbkrankheiten über die Wahl der Eltern möglichst gering zu halten und kümmern sich bereits um eine anständige Sozialisierung im Welpenalter. Zudem legen sie Wert auf Entwurmungen der Jungtiere und übernehmen die erste Grundimmunisierung. Gleichzeitig geben sie dir Tipps, und du bekommst in der Regel ein Starterpaket mit passendem Futter für deinen Dackel mit.

Hunde sind Rudeltiere

Einsamkeit ist auch für den agilsten Hund schädlich. Daher solltest du deinen Dackel nicht allein im Zwinger halten. Du hast dir ein Familienmitglied angeschafft, keine Jagdmaschine. Das bedeutet nicht, dass dein Vierbeiner im Bett schlafen muss oder gar mit dir am Tisch essen sollte, aber er wird deine Nähe suchen. Beschäftige dich daher ausreichend mit deinem Dackel, plane Zeit für ausgiebiges Kuscheln ein und spiele mit ihm. Mit der Anschaffung eines Hundes gründest du ein Rudel. Und damit versprichst du deinem Dackel, ihn nicht ewig allein zu lassen. Anfangs sollte ein Hund möglichst gar nicht allein sein, später bestenfalls nicht mehr als vier oder fünf Stunden.

Übergewicht vermeiden

Dackel haben eine Veranlagung für Übergewicht. Wie auch beim Menschen führt zu viel Fett auf den Rippen zu Erkrankungen, die die Lebensspanne nachhaltig beeinflussen können. Aus diesem Grund solltest du darauf achten, deinen Dackel nicht nur angemessen zu ernähren, sondern auch für ausreichend Bewegung zu sorgen. Dackel sind Jagdhunde, das kannst du für dich nutzen. Wichtig ist, dass du die Gabe von Leckereien in Maßen hältst und im Zweifel auch die Futterrationen verkleinerst, wenn du mehrere Leckerlis gefüttert hast.

Das richtige Futter

Wichtig ist ein hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil und Gemüse. Wenn du unsicher bei der Wahl des Futters bist, lass dich im Laden beraten. Viele Hundehalter schwören aufs Barfen – das bedeutet, dass dein Dackel nur frische Zutaten bekommt. Nötig ist das allerdings nicht, um deinem Hund ein langes Leben zu ermöglichen. Wichtiger ist, dass du täglich auf frisches Wasser achtest und dafür sorgst, dass dein Hund beispielsweise keine Essensreste vom Tisch frisst. Zwar sind Hunde Allesfresser, das bedeutet jedoch nicht, dass menschliche Nahrung gesund für sie ist. Im Gegenteil.

Bewegung hält fit

Ausreichend Bewegung hält fit, auch deinen Dackel. Sie sorgt für ein gesundes Herz-Kreislauf-System und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Daher solltest du auf tägliche Spaziergänge mit deinem Dackel in keinem Fall verzichten. So wird dein Vierbeiner automatisch weniger anfällig – und ihr sorgt beide dafür, dass ihr euch ausreichend bewegt.

Regelmäßige Impfungen

Impfgegner gibt es überall. Für deinen Hund sind Impfungen aber genauso lebensnotwendig wie für den Menschen auch. Wenn du mit deinem Dackel beispielsweise in Urlaub fahren möchtest, musst du sogar gewisse Impfungen nachweisen können – allem vorweg gegen Tollwut. Aus diesem Grund solltest du dafür sorgen, dass die Impfungen deines Hundes stets auf dem aktuellen Stand sind. Nur so kannst du deinen Dackel vor teils tödlichen Erkrankungen schützen.

Ungewöhnliches Verhalten erkennen

Verhält dein Dackel sich seltsam, frisst schlecht, säuft nicht oder schläft deutlich mehr, solltest du nicht zu lange warten und das Tier beim Tierarzt vorstellen. Hier gilt die Devise: lieber einmal zu oft als zu wenig. Manch tödliche Erkrankung kann mit unscheinbaren Symptomen anfangen. Das heißt zwar nicht, dass du wegen jeder Zecke zum Tierarzt fahren musst, verhält dein Dackel sich aber beispielsweise eine Woche nach einem Zeckenbiss seltsam, solltest du dort dennoch vorstellig werden.
Achte auch darauf, dein Tier anständig zu pflegen. Krallen müssen geschnitten, Ohren gesäubert und das Fell gebürstet werden. So sorgst du für ein langes Dackelleben.

Kastrierte Hunde leben länger

Forschern zufolge leben Hunde, die kastriert wurden, im Schnitt zwei Jahre länger. Insbesondere bei Hündinnen soll eine Kastration vor oder nach der ersten Läufigkeit die Wahrscheinlichkeit senken, an Gebärmutterentzündungen oder Gesäugetumoren zu erkranken. Die Krankheiten gehören mitunter zu den häufigsten Todesursachen bei Hündinnen. Allerdings bringt der Eingriff auch einige Risiken mit sich und kann wiederum die Wahrscheinlichkeit für andere Erkrankungen erhöhen. Aus diesem Grund solltest du dir genau überlegen, ob du deine Dackel-Hündin kastrieren lassen möchtest. Der Eingriff ist bis heute umstritten. Sprich darüber daher mit dem Tierarzt deines Vertrauens, solltest du eine Kastration in Erwägung ziehen.

Checkups im Alter

Ab einem gewissen Alter ist es sinnvoll, regelmäßig mit deinem Dackel zum Tierarzt zu gehen. Vorsorgeuntersuchungen können deinem Tier das Leben retten. Typische Krankheiten für Dackel sind, neben dem bereits erwähnten Übergewicht, Epilepsie, Dackellähme, das Cushing-Syndrom sowie Augen- und Hauterkrankungen. Vergiss nicht, dass auch beim Hund mit dem Alter die Leistungsfähigkeit nachlässt. Er wird mehr schlafen, weniger laufen und sich schlechter an neue Situationen anpassen können. Das ist normal und gehört zum Alter dazu.

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