Ich will einen Dackel – Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Als kleiner Hund eignet sich der selbstbewusste Dackel für die Haltung auf dem Land ebenso wie für die beengte Stadtwohnung, wenn er genügend Auslauf erhält. Die Rasse gilt als allgemein robust. Dennoch kann auch der Teckel einmal krank werden. Nicht nur Tierarztkosten kommen auf den potentiellen Dackelbesitzer zu. Mit den nachfolgenden Ausgaben für den Hund muss er rechnen.

Anschaffungskosten

Einen günstigen Dackel entdeckt der Interessent auf Verkaufsplattformen im Internet für gerade einmal rund 300 Euro. Wenn zur Anzeige ein Foto vom augenscheinlichen Traumhund eingestellt wurde, bringt der sprichwörtliche Dackelblick das Herz jedes Hundeliebhabers zum Schmelzen. Doch Vorsicht! Wer einen Hund aus dem Internet erwirbt, weiß wenig bis nichts über seine Herkunft, über seinen Charakter und über seinen gesundheitlichen Zustand. Zudem besteht die Gefahr, dass er die Machenschaften unseriöser Tierhändler und Vermehrer fördert. Daher gilt, wenn jemand einen Hund retten möchte, wendet er sich besser an einen eingetragenen Tierschutzverein oder an ein Tierheim. Oder der Interessent hört sich in der Nachbarschaft um. Möglicherweise hat ein Dackel gerade sein Zuhause verloren, beispielsweise weil der Besitzer verstorben ist.

Einen Welpen erwirbt der Dackelliebhaber beim seriösen Züchter. Dort kann er sicher sein, dass die Elterntiere sorgsam zur Verpaarung ausgewählt wurden, wodurch die Gefahr von rassespezifischen Erkrankungen sinkt. In der Welpenaufzucht besitzt der erfahrene Züchter hervorragende Kenntnisse. Er versorgt die Hunde mit hochwertigem Futter, das genau auf deren individuelle Bedürfnisse abgestimmt ist. Letztlich stellt er sie dem Tierarzt vor und lässt die erforderlichen Wurmkuren und Impfungen vornehmen. Unterscheiden sollte der Interessent, ob es sich um einen Hobbyzüchter oder um einen eingetragenen Züchter handelt. Letzterer ist Mitglied in einem anerkannten Zuchtverein. Der Vorteil besteht darin, dass der Zuchtwart den Wurf abnehmen und für gesund sowie dem Rassestandard entsprechend anerkennen muss, bevor er den Welpen ihre Papiere ausstellt. Die Zugehörigkeit zum Zuchtverein, die Teilnahme an Ausstellungen, die Zuchttauglichkeitsprüfungen der Elterntiere sowie die Beantragung der Ahnentafeln kosten viel Geld, weshalb der Kaufpreis für einen Welpen mit Ahnentafel deutlich höher ist als für einen Hund ohne Papiere.

Je nach Angebot, Nachfrage und Bundesland liegt der Welpenpreis für einen Dackel ohne Papiere zwischen 500 und 800 Euro. Ein Dackel mit Ahnentafel kostet zwischen 800 und 1.500 Euro, wobei der jeweilige Farbschlag auch eine Rolle für die Preisgestaltung spielt. Der häufig vorkommende saufarbene Dackel lässt sich günstiger erwerben als ein ausgefallener Farbschlag. Erscheinen dem Interessenten die vorbenannten Beträge zu hoch, sollte er bedenken, dass die Folgekosten bei einem Dackelwelpen aus einer erfahrenen Zucht um ein Vielfaches geringer ausfallen als bei einem Hund aus schlechter Haltung. Damit ein Tier ein gutes Immunsystem entwickelt, benötigt es gerade zu Beginn seines Lebens ausreichend hochwertige Nährstoffe, eine gute Sozialisierung sowie eine artgerechte Umgebung. Dies kann nur der seriöse Züchter gewährleisten.

Weitere Kosten für die Haltung eines Dackels

Die Erstausstattung eines Dackels hält nicht ein Hundeleben lang. Die Utensilien müssen ausgetauscht werden, wenn sie zerschleißen oder zu klein werden. Ob der Dackelhalter sich für Markenprodukte entscheidet oder eine No-Name-Ausstattung wählt, bleibt ihm überlassen. Wichtig ist, dass die Qualität stimmt, damit die Artikel die Gesundheit des Dackels nicht gefährden. Zur Ausstattung gehören:

  • ein Halsband
  • eine Leine
  • ein Futter- und ein Wassernapf
  • das Hundebett
  • zur Beschäftigung Hundespielzeug sowie Kauartikel.

Hinsichtlich des Futters sollte sich der künftige Dackelbesitzer vom Züchter beraten lassen. Es empfiehlt sich nicht, direkt nach dem Einzug des Hundes einen Futterwechsel vorzunehmen. Schließlich hat die körpereigene Abwehr gerade noch mit der Umstellung im neuen Zuhause zu kämpfen.

Weitere Kosten des Tieres

Der Hundehalter ist verpflichtet, seinen Dackel beim regionalen Ordnungsamt anzumelden. Von dort erhält er den Bescheid über die Hundesteuer. Ebenso sollte eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, die für Schäden aufkommt, die der Hund bei Dritten anrichtet. In einigen Bundesländern ist sie bereits vorgeschrieben. Ob sich der Abschluss einer Hunde-Krankenversicherung oder einer OP-Versicherung lohnt, lässt sich pauschal nicht beantworten. Zuvor sollte ein Vergleich der Kosten und Leistungen vorgenommen werden. Insbesondere sollte der Hundehalter auf die Ausschlüsse der Versicherer achten, um vor Überraschungen gefeit zu sein.

Je älter der Dackel wird, desto mehr Geld muss der Dackelbesitzer für den Tierarzt einkalkulieren. Neben akuten Krankheiten, die jedes Tier einmal befallen können, kommen nicht selten chronische hinzu. Das Zusammenleben mit einem Dackel kann pro Jahr durchschnittlich 1.000 Euro kosten.

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